Reinemund in der Presse - Dr. Birgit Reinemund, FDP

19.08.2011: Mannheimer Morgen: `Wir werden die Kerwe nicht sterben lassen`

Von unserer Mitarbeiterin Andrea Sohn-Fritsch

Die Kerwe in Wallstadt war in diesem Jahr eine Anhäufung von Kompromissen. Und trotzdem blickten die Veranstalter nach drei Tagen auf ein gelungenes Kerwe-Wochenende zurück. Aufgrund der veränderten Gegebenheiten auf dem neu gestalteten `Freien Platz` musste eine ganz neue Zeltvariante gewählt werden. Da der Platz nach der Umgestaltung weniger Raum für ein Zelt lässt, gab es erstens ein kleineres Zelt und dieses musste auch zusätzlich noch in selbsttragender Konstruktion aufgebaut werden, da im neuen Bodenbelag keine Möglichkeiten für die Verankerung eines Festzeltes vorgesehen sind.

Rund 3000 Euro Mehrkosten entstanden der Interessengemeinschaft Wallstadter Vereine (IWV) dadurch, die in diesem Jahr von der Stadt Mannheim übernommen wurden. Wie das im kommenden Jahr aussehen wird, weiß keiner.

Kompromisslösung Kerwezelt

Und doch - das neue Zelt stieß eigentlich nur auf Zustimmung: Die Meinungen gingen von `gar nicht so schlecht wie befürchtet` bis zu `das sieht richtig schick aus` oder `toll, wie die Bühne integriert ist`. Wer so richtig mit der Enge zu kämpfen hatte, waren die freiwilligen Helfer.

Jedenfalls lockte die Kerwe hochrangige Politiker nach Wallstadt. Die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Birgit Reinemund und Stefan Rebmann waren ebenso gekommen wie der Landtagsabgeordnete Wolfgang Raufelder. Zahlreiche Wallstadter Vereinsvertreter, die Bezirksbeiräte, Thomas Sprengel als Vertreter des Großmarktes und die beiden Wallstadter Backsteinträger Heinrich Müller und Sebastian Filser hatten sich auch zur Eröffnung im Kerwefestzelt eingefunden.

Als Vertreter der Stadt überbrachte Bürgerdienstleiter Frank Kassner nicht nur Grüße, sondern hatte auch die Ehre, den Fassbieranstich vorzunehmen. Dieser ging vonstatten, ohne dass auch nur ein Tropfen Bier daneben ging - solche Sparsamkeit weiß man in Wallstadt und im Rathaus zu schätzen. Bernd Rothacker zeigte sich in seiner Begrüßungsansprache stolz, dass es dem Kerwe-Team der IWV trotz der kurzen Vorbereitungszeit gelungen sei, die Kerwe wieder in den Ortskern zu holen. Dafür erhielten alle Vereinsvorstände von IWV-Vize-Chefin Traudel Ringer ein großes Lebkuchenherz als Dankeschön.

Mit der Auswahl der Band für den Samstagabend hatte die IWV ein glückliches Händchen bewiesen. `On the Move` verwöhnten die Ohren des Publikums mit Hits von Elvis, Joe Cocker, Jethro Tull, aber auch U2, Ronan Keating oder Robbie Williams. Der `Sound` war perfekt, die Lautstärke angenehm. Das Ergebnis: Ein volles Zelt und zwischen den beiden Regenschauern auch volle Tische und Bänke rund um den Bierstand. Dieser war übrigens eine hervorragende Idee, er entzerrte das Gedränge im Zelt und sorgte für kurze Wege bei den Gästen, die lieber unter freiem Himmel saßen.

Die beiden Sicherheitsfachleute, die am Samstagabend im Zelt patrouillierten, bekamen nicht viel zu tun. Bis zur Schließung blieb alles ruhig. Unangenehm wurde es erst mitten in der Nacht, als ein paar Jugendliche vor einer nahe gelegenen Kneipe randalierten. Dabei gingen Flaschen und Gläser zu Bruch. Richtiger Wermutstropfen in der Samstagnacht war jedoch ein Zelteinbruch, bei dem einige technische Ausrüstungsgegenstände der Verstärkeranlage gestohlen wurden. In der zweiten Nacht waren nochmals Einbrecher am Zelt, konnten aber von der Nachtwache vertrieben werden.

Der Sonntagmorgen bescherte dem Kinderkarussell regen Zulauf. Bernd Rothacker bedauerte es, dass für die Jugend kein interessantes Angebot da war, doch das sei in der Kürze der Zeit nicht mehr zu organisieren gewesen. Am Vormittag startete der zweite Wallstadter Kerwelauf, an dem Jung und Alt ihre Fitness unter Beweis stellen konnte.
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