Presse - Dr. Birgit Reinemund, FDP

Birgit Reinemund als Kreisvorsitzende bestätigt

FDP: Mit 217 Mitgliedern, einer Bundestagsabgeordneten und vier Stadträten sind die Mannheimer Liberalen so stark wie noch nie


























Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl

Nach einem erfolgreichen Jahr bleibt Dr. Birgit Reinemund (50) für weitere zwei Jahre Kreisvorsitzende der FDP. Bei der Jahreshauptversammlung der Liberalen erhielt die Bundestagsabgeordnete und Stadträtin 47 von 53 Stimmen. Ihr neuer Stellvertreter ist Oguzhan "Ozzy" Genis. Der 40-Jährige ist in Istanbul geboren, kam mit drei Jahren nach Deutschland und ist heute Leiter für Ideenmanagement bei der SAP. Genis wurde am Mittwochabend ebenfalls mit 47 Stimmen gewählt.


"Sie sind uns ans Herz gewachsen", würdigte FDP-Urgestein Rolf Engelen die neue und alte Vorsitzende. Allerdings stellte er "die bange Frage": "Wir wissen, Sie sind sehr leistungsfähig. Aber haben Sie neben Ihren Aufgaben als Abgeordnete und Stadträtin noch Zeit für den Kreisvorsitz?" Reinemunds Antwort: "Ich traue mir das zu, mit einem guten, starken Team noch zwei Jahre weiter zu machen." Im April oder Mai will sie in T 6, 19 ihr Wahlkreisbüro in Mannheim eröffnen. Dort soll Stadtrat Volker Beisel Büroleiter werden, der dafür beruflich von Ettlingen, wo er derzeit noch Persönlicher Referent von Oberbürgermeisterin Gabriele Büssemaker (FDP) ist, zurück nach Mannheim wechselt.

"Es war das erfolgreichste Jahr der FDP in Mannheim", blickte Birgit Reinemund zurück. Die Mitgliederzahl hat sich auf 214 erhöht. Als die Kreisvorsitzende vor vier Jahren antrat, zählten die Liberalen noch 167 Männer und Frauen in ihren Reihen. Vor zwei Jahren waren es 182. Im Gemeinderat hat die FDP bei der Kommunalwahl 2009 mit vier Stadträten Fraktionsstatus erreicht - und Reinemund selbst wurde im September über die Landesliste für Mannheim in den Bundestag gewählt.

"Wir sind personell und strukturell besser aufgestellt denn je. Doch nach der Euphorie kam dann schnell wieder der Alltag", so die Kreisvorsitzende. Auf Bundesebene habe sie sich den Start der schwaz-gelben "Wunschkoalition" leichter vorgestellt. "Die Union hatte sich in der Großen Koalition eingerichtet. Da wurden wir nach unserem Wahlerfolg mit unserem Anfangsschwung eher als Ruhestörer wahrgenommen", berichtete sie aus Berlin.

Und im Gemeinderat habe die FDP mit einer rot-rot-grünen Mehrheit zu kämpfen, die hier "ein Wunschkonzert" veranstalten wolle, sagte Reinemund. Beisel berichtete den Mitgliedern aus den Etatberatungen, die höhere Steuern, mehr Bürokratie, zusätzliche Aufgaben für die Stadt und mehr Schulden als notwendig gebracht hätten. Deshalb habe die FDP auch den Doppelhaushalt abgelehnt. Positiv allerdings sei, dass es in Mannheim künftig das gebührenfreie dritte Jahr im Regelkindergarten gebe.

Mannheimer Morgen

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